Die Snowboard-Saison beginnt – und endlich ging es auf den Hasliberg.
Zum Auftakt stand ein fünftägiger Einführungskurs auf dem Programm, geleitet von Robin, dem technischen Leiter Snowboard. Ziel dieses Kurses war es, uns optimal auf den Unterrichtsalltag vorzubereiten und die Grundlagen für die kommende Saison zu festigen.

Freitag – Ankommen und Grundlagen schaffen Link zu Überschrift

Der erste Kurstag startete mit einem entspannten Kennenlernen der Gruppe. Schnell wurde klar, dass unterschiedliche Erfahrungen und Erwartungen zusammenkamen – eine gute Basis für spannende Tage. Anschliessend widmeten wir uns der Materialkontrolle. Dabei ging es nicht nur darum, ob das Snowboard korrekt eingestellt ist, sondern auch darum, ein Gefühl dafür zu entwickeln, worauf wir später im Unterricht mit Kindern besonders achten müssen.

Ein weiterer wichtiger Punkt war das Kennenlernen des Skigebiets. Wir verschafften uns einen Überblick, besprachen SOS-Punkte, Notfallabläufe und mögliche Gefahrenstellen. Gerade diese Kenntnisse sind essenziell, um im Unterricht Sicherheit vermitteln zu können.

Danach folgte das Thema Bügellift. Wir beschäftigten uns intensiv damit, was beachtet werden muss, bevor man mit Kindern zum ersten Mal einen Bügellift fährt. Vorbereitung, klare Erklärungen und Sicherheit standen dabei klar im Vordergrund.

Technisch lag der Fokus auf der Basisposition auf dem Snowboard. Wir arbeiteten an einer stabilen Grundhaltung mit einer Gewichtsverteilung von etwa 60 % auf dem vorderen und 40 % auf dem hinteren Fuss, lockeren, aber aktiven Beinen und einer zentralen Hüftposition. Ergänzend dazu beschäftigten wir uns mit der Torsion des Boards und deren Bedeutung für Steuerung und Kurvenfahren.

Auch das Verhalten als Schneesportlehrer wurde thematisiert. Wir sprachen über klare No-Gos im Unterricht, die eigene Vorbildfunktion und den richtigen Umgang mit Kindern auf der Piste.

Zum Abschluss des Tages fuhren wir erstmals gemeinsam mit Blick auf den späteren Kinderunterricht die Strecke Mägisalp – Bidmi. Diese wurde in verschiedene Abschnitte unterteilt, wobei auf unterschiedliche Schwierigkeitsgrade, mögliche Gefahren und geeignete Unterrichtsorte hingewiesen wurde.

Snowboarder

Samstag – Vertiefung und Sicherheit Link zu Überschrift

Am Morgen erhielten wir eine Einführung in Waldhart, die Software der Skischule. Dabei lernten wir die wichtigsten Funktionen kennen.

Anschliessend vertieften wir die bisherigen Inhalte und lernten das Skigebiet weiter kennen. Ein besonderer Fokus lag erneut auf der Basisposition, diesmal mit zusätzlichem Augenmerk auf einen aufrechten, stolzen Oberkörper und Schultern, die parallel zum Snowboard ausgerichtet sind.

Ein zentrales Thema waren zudem Notfallsituationen. Wir besprachen, wie wir uns bei Unfällen verhalten, welche ersten Schritte wichtig sind und wie eine klare Kommunikation im Ernstfall aussieht. Ergänzend dazu wurden spezielle Situationen im Unterricht thematisiert, etwa der Umgang mit ängstlichen Kindern, schwierigen Gruppenkonstellationen oder wechselnden Schnee- und Wetterbedingungen.

Sonntag – Unterrichtsaufbau und erste Praxiserfahrung Link zu Überschrift

Der Sonntag drehte sich ganz um die Frage, wie ein Einsteigerunterricht sinnvoll aufgebaut wird. Vom ersten Kennenlernen über Zieldefinition und Materialkontrolle bis hin zu den ersten Bewegungen auf dem Snowboard wurde der Ablauf Schritt für Schritt durchgegangen. Dazu gehörten One-Foot-Übungen, das beidbeinige Stehen auf dem Board, das Kennenlernen der Kanten, Drehen, Herumziehen sowie erste Fullbase-Fahrten und Bremsübungen.

Am Nachmittag ergab sich unerwartet eine spontane Privatlektion. Während des Mittagessens wurde ich gefragt, ob ich eine Stunde übernehmen könne. Anfangs war ich etwas nervös, konnte den aufgebauten Einsteigerunterricht aber direkt umsetzen. Diese spontane Situation war extrem lehrreich und gab mir zusätzliches Selbstvertrauen.

Zum Tagesabschluss bereiteten wir unsere Demo-Lektionen für den nächsten Tag vor.

Montag – Erste eigene Gruppe und Demo-Lektionen Link zu Überschrift

Am Montag übernahm ich bereits meine erste eigene Gruppe, die Blue Prince. Die Nervosität war zu Beginn spürbar, legte sich jedoch schnell. Die Gruppe war motiviert, das Klima positiv und der Unterricht machte richtig Spass.

Am Nachmittag hielt jede Person eine Demo-Lektion innerhalb der Gruppe. Dabei lag der Fokus auf Struktur, klaren Erklärungen und dem Auftreten als Lehrperson. Das gegenseitige Feedback war sehr wertvoll und half, den eigenen Unterricht weiter zu verbessern.

Dienstag – Abschluss und gemeinsames Erlebnis Link zu Überschrift

Am Dienstagmorgen leitete ich – wie bereits am Montag – nochmals Gruppenunterricht. Dabei konnten wir das Gelernte weiter festigen und mit mehr Sicherheit und Ruhe umsetzen. Es war spürbar, wie sich die Erfahrungen der vergangenen Tage positiv auf den Unterricht auswirkten.

Der Kurs endete am Nachmittag mit einem gemeinsamen Abschluss. Zusammen mit allen neuen Ski- und Snowboardlehrpersonen machten wir ein Gruppenfoto und beendeten den Einführungskurs mit einem synchronen Fahren.

Ein intensiver, lehrreicher und motivierender Einstieg in die Saison, der eine starke Basis für den weiteren Unterricht im Schnee geschaffen hat.

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